Der True-Crime-Podcast „Mordlust“ mit den Journalistinnen Paulina Krasa und Laura Wohlers ist einer der beliebtesten Podcasts in Deutschland. Letzte Woche erschien Folge #237 Immer am Monatsende, über den Kriminalfall von Gastronom Antonio und wie er sich in ein Netz aus Schutzgelderpressung verstrickt hat. Dr. Kristin Weber konnte diese Folge mit kriminologischem Wissen stützen.
Auch wenn es sich viele Menschen nicht vorstellen können, so spielt Schutzgelderpressung immer noch eine Rolle in Deutschland. Meist ist sie Teil von organisierter Kriminalität, wie beispielsweise bei der Mafia. Schutzgelderpressung ist ein Delikt, was sich vorrangig im Verborgenen abspielt. Weber sagt im Podcast dazu:
“Es wird versucht, die Schutzgelderpressung möglichst heimlich zu halten und auch zu schauen, dass die Person in eine Abhängigkeit oder in ein Machtgefälle kommt, und dass sie möglichst nicht zur Polizei geht, sondern dass der Geldfluss aufrechterhalten wird.”
Dieses Machtgefälle und die Furcht vor den Konsequenzen der Erpressung sind Faktoren, welche viele Opfer, auch jenes im Podcast, dazu bringen, nicht zur Polizei zu gehen. Daher werden diese Taten oft nicht durch die Ermittlungsbehörden registriert.
Hört gerne in die Folge rein!